THE MISSING LINK ist nicht einfach ein Begriff, viel eher ein Topos, der nicht zu greifen ist, der sich entzieht, nicht einfach eine Utopie ist, eher vielleicht eine Atopie. Auf der Suche nach der Verbindung ist er vor allem Bewegung, die der entspricht, die der Maler Antoine Coypel auf seinen Zeichnungen eines Blinden beschreibt.

Das Kratzen des Stocks auf dem Boden wird zum Klang, der uns umgibt, in uns eindringt, uns um den Abgrund kreisen lässt, seine Striche werden zu Skizzen dessen, was wir suchen, aber nicht haben und nicht sehen können, die Versuche, den Fall zu vermeiden, werden zu Bewegungen, zum Stolpern und zum Tanz.
THE MISSING LINK sucht die Verbindung zum Objekt, von dem wir wissen, dass es das verlorene ist. Es ist eben nicht gegeben, muss immer wieder hergestellt, gebildet werden auf unterschiedlichste Art, in verschiedensten Medien.
So gibt es den MISSING LINK nicht einfach, er entzieht sich immer wieder, jede Annäherung entfernt uns von ihm, er ist weniger eine gegebene Gabe als eine Aufgabe. Und wenn Sisyphus immer wieder diesen Fels den Berg hochstemmt, so ist das nicht einfach ein Bild resignierten Aufgebens, vielmehr diese Aufgabe, die sich immer wieder aufs Neue aufrichtet und mit Kraft, Schwung und Lust angegangen werden will.
THE MISSING LINK ist zentraler Topos der Psychoanalyse und nicht zuletzt darin: Dass es ihn nicht einfach gibt, dass er nicht gegeben ist, so wenig wie das mit der Psychoanalyse der Fall ist. Auch sie ist nicht einfach gegeben, sondern aufgegeben, sie hat sich nicht, ist nicht zu haben. Und kann gar nicht anders als sich im Austausch mit Anderem und Anderen zu bilden, so wie Freud seine zentralen und wichtigen Begriffe anderen Disziplinen entlehnt hat – nicht zuletzt der Kunst, dem Mythos, der Literatur, auch der Technik und ihren Apparaturen, was auf die erstaunliche Verbindung von Kunst und Technik aufmerksam macht.
WHAT WE DID WHAT WE DO
THE MISSING LINK war der Name des Preises, der 2007 zum ersten Mal im Namen des Psychoanalytischen Seminars Zürich (PSZ) verliehen wurde, als dieses sich dieser Offenheit und der damit verbundenen ständigen Suche noch verschrieben hatte. THE MISSING LINK war darüber hinaus Programm, denn es wurde nicht nur dieser Preis verliehen – immerhin keine kleine Sache –, es wurden Tagungen zu neuen Aspekte dieser Suche veranstaltet, regelmässig Seminare und Kurse zu anderen Fragen aus anderer Warte angeboten, es wurden Bücher publiziert, die selbst Objekte waren, unzählige und faszinierende Verbindungen zu Kolleginnen und Kollegen anderer Disziplinen geknüpft, eine Kunstauktion zum Feuerwerk gemacht, unzählige – inzwischen fast schon 2000 – Träume aufgenommen und deutend weitergegeben, es gab Vorträge, Radiosendungen, Zeitungsartikel und andere Auftritte, wir haben uns treiben lassen vom MISSING LINK und seinen Anstössen und es treibt uns weiter und weiter.
GESCHENK
Es kam zur Ausscheidung und zur Trennung vom PSZ, deren lächerlichen Umstände der Erwähnung inzwischen nicht mehr wert sind.
So wenig wie nämlich der MISSING LINK noch das Objekt gegeben sind, sondern sich bewegen und verändern, so sehr schillert dieses obscur objet du désir – wie Luis Buñuel es nannte – und wandelt sich sein Verlieren zum Geschenk, zum Tor für Neues und für Anderes. Der furchtbar schmerzliche und brutale Entschluss, sich von diesem PSZ zu trennen, ist inzwischen der Wohltat gewichen, nicht mehr Teil eines dumpfen Irrens und Treibens zu sein, das nicht über sich selbst hinaus kommt. Mit neuen Ideen und Projekten feiern wir dieses Geschenk weiter und weiter und weiter ….
Haben Sie Wünsche, Anregungen und/oder Fragen, dann lassen Sie sie uns wissen:
kontakt@the-missing-link.online
WIE SIE THE MISSING LINK UNTERSTÜTZEN KÖNNEN
Einfache Einzelspende
Fördern Sie den Missing Link mit einer Einzelspende in beliebiger Höhe.
Auch kleine Beträge tragen zum Fortbestand des Missing Link bei und sind herzlich willkommen.
Wenn Sie mehr tun wollen, gibt es folgende Möglichkeiten:
Freunde des Missing Link
Freunde des Missing LInk sind Mitglieder ohne Stimm- und Wahlrecht. Ihr Beitrag liegt bei 500 CHF/Jahr. Sie können vergünstigt an den Tagungen teilnehmen und erhalten Publikationen, die aus den Missing Link-Aktivitäten hervorgehen, gratis.
Gönner des Missing Link
Gönner des Missing Link unterstützen den Preis mit Beiträgen ab 1000 CHF/Jahr. Ihr Eintritt bei Tagungen ist frei, Publikationen erhalten sie kostenlos zugeschickt.
Schenkung an den Missing Link
Natürlich ist auch eine Schenkung möglich. Für Ihre Fragen stehen wir gerne persönlich zur Verfügung.
Alle genannte Formen der finanziellen Unterstützung sind als gemeinnützige Spenden bei den Steuern abziehbar.
Auf Wunsch nennen wir Ihren Namen gerne auf der Liste unserer Förderer auf der Homepage oder erwähnen Sie im Rahmen unserer Veranstaltungen.
Wer uns mit einer Einzelspende unterstützen möchte, kann dies über unsere Bankverbindung tun. Bei allen anderen Optionen setzen Sie sich bitte mit unserem Kassier in Verbindung:
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